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Der Patchwork-Hocker aus dem HEI

Hocker, Holzarbeit, Schreinerei

In München Haidhausen gibt es das HEI, das Haus der Eigenarbeit. Eine gut ausgestattete Werkstatt in einem der Haidhauser Hinterhöfe nahe dem Ostbahnhof, in der du von Holzarbeiten über Handarbeiten bis Schweißen eine Menge Dinge tun kannst, die die eigene Heimwerkstatt überfordern würden. 


Anmelden kann sich wer will - und gegen überschaubare Gebühren darfst du an professionellen Maschinen arbeiten. Zum Beispiel an einer grandiosen Formatkreissäge oder einem leistungsstarken Dickenhobel. Begleitet wird die angemietete Maschinenzeit durch fachkundige Anleitung - so vermeidest du Bedienfehler und lernst eigentlich immer was dazu.


Im konkreten Fall habe ich ein altes schönes Stück Eichenholz abgerichtet, an dem anfangs noch die Rinde dran war. Abrichten, Referenzfläche hobeln, in Streifen schneiden, die Holzstreifen mit Richtungswechsel in Maserung zu einer Platte verleimen, glatthobeln, zusägen: Das hat ein paar Tage gedauert und hat viel Spaß gemacht.


Dann von Hand an der Hobelbank das Untergestell für das Hockerchen bauen, Verzapfungen aussägen bzw. ausstemmen und schließlich die fertige Eichenholzplatte aufleimen. Leider reichte das Eichenholz nicht auch noch für die Beine (beim Zurichten von rohem Holz fällt viel Abfall weg), so dass ich mich für die Beine bei weicherem und billigem Fichtenholz bedient habe.


Das so entstandene Hockerchen steht nun in meinem Arbeitszimmer, und ich benutze es beinahe täglich: Es hat die ideale Höhe, um sich auf ihm die Schuhe anzuziehen. PS: Die Bilder unten entstanden nicht im HEI, sondern in meinem feuchten viel zu engen Altbaukeller, wo ich die fertigen Elemente zusammengeleimt habe. Und wo du Holz nicht so richtig lagern konntest, weil es einfach viel zu feucht war und teilweise sogar geschimmelt hat. Sehr schön zu erkennen sind auf den Fotos die Unterschiede zwischen dem harten Eichenholz und der weißen weichen Fichte...




👉 kleine Beiträge wie dieser sind Erinnerungen: an reine Freude, die ich empfunden habe - und häufig auch immer wieder, wenn ich sie sehe. Ein ungewöhnlicher Blick, überraschende Sichtweisen und Entdeckungen, inspirierende Kreativität, ein schöner Gedanke, gelungenes Handwerk, schöne Formulierungen, Dinge mit Seele. Sie sind vollkommen zweck- und absichtsfrei - und trotzdem alles andere als sinnlos: Es tut unendlich gut, sich jeden Tag über etwas zu freuen. Und sei es noch so unbedeutend. Enjoy!


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